CEDI - Auskunfts- und Beratungsstelle Europaverband der Selbständigen in Andorra Steueroase Andorra

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Andorra im Euro-Münzen Fieber

Run auf die Münzfachgeschäfte des Fürstentums

Seit dem 15. Januar stehen täglich 600 Kursmünzensätze (KMS) bestehend aus 8 prägefrischen (unzirkulierten) andorranischen Euromünzen zum empfohlenen Verkaufspreis (EVP) von 24 EUR in 3 autorisierten Münzfachgeschäften des Fürstentums zum Verkauf.
Trotz Angebotsoligopol, Kontingentierung der täglich zur Verfügung stehenden Münzen und Limitierung der Abgabemenge an Sammler bahnt der Markt sich unaufhaltsam seinen Weg vorbei an jeder staatlichen Planung.


Die Zentralregierung legte fest, dass nur die drei in Andorra autorisierten Briefmarken- und Münzhändler den Euro Kursmünzensatz (KMS) für Sammler verkaufen dürfen. Die Namen wurden nicht genannt. Nach unseren Recherchen sind dies 'Filatèlia Andorrana' in Andorra la Vella und ein Händler in Escaldes. Wo der dritte Händler in Andorra sein Geschäft hat, war nicht in Erfahrung zu bringen. Mit nur 3 Unternehmen ist eine effektive Verteilung zur Befriedigung der weltweiten Nachfrage bei Sammlern nicht zu schaffen. Die Beschränkung des Wettbewerbs hat zur Folge, dass wenige Anbieter vielen Nachfragern gegenüberstehen und jeder Anbieter einen erheblichen Teil des gesamten Angebots deckt.

Die 1. Ausgabe 2014 wurde ausschließlich von der 'Real Casa de la Moneda' der Königlich Spanische Münze in Madrid geprägt. Die Konfektionierung der nummerierten und auf 70.000 Exemplare limitierten Ausgabe für Sammler erfolgt in Madrid. Die ersten 1.000 Kursmünzensätze mit der Nummer 1 bis 1.000 behält die Regierung als Staatsbesitz.

Die Ware wird täglich in kleinen Mengen von einem privaten Sicherheitsdienst nach Andorra transportiert. Die Münzanstalt des bischöflichen Kofürsten 'Servei d'Emissions' (Andorra Mint) fungiert als lokaler Verteiler.

Sammlerleidenschaft fordert Leidensfähigkeit von den Sammlern

Jeden Tag bekommt Andorra-Mint 500-600 Kursmünzensätze, die zu gleichen Teilen auf die 3 andorranischen Münzhändler aufgeteilt werden. Diese autorisierten Einzelhändler bekommen täglich im Laufe des Nachmittags bei Andorra Mint maximal 200 Exemplare des Euro Kursmünzensatzes für Sammler. Das tägliche Kontingent der zur Abgabe kommenden Exemplare ist begrenzt, um eine Ungleichverteilung zu erschweren, heißt es. Die Kursmünzensätze werden dann jeden Tag ab 16 Uhr verkauft. Gleichzeitig bilden sich zu dieser Zeit vor den Verkaufsstellen lange Menschenschlangen bis auf die Straße wie sonst nur in Notzeiten. Die Abgabemenge variiert in der Praxis je nach Händler. Der Münzhändler in Andorra la Vella nennt eine Abgabemenge von 5 Exemplaren pro Familie. Berichten zur Folge verkauft der Händler in Escaldes nur 1 Satz pro Person, egal ob Resident oder Ausländer. Wenig später ist der Spuk vorbei. Wenn die Regale leer sind, heißt es, Pech gehabt, morgen kommt eine neue Lieferung aus Madrid, dann heißt es erneut anstehen mit zahlreichen anderen kaufwilligen Personen. Eine vorherige Reservierung funktioniert nicht wirklich, oder erst nach zweimaligem Vorsprechen. Bisher sind die vorhandenen Stückzahlen immer schnell ausverkauft, viele Kaufwillige gehen leer aus. Nur gut, dass diese Abgabepraxis noch nicht auf andere Güter des täglichen Lebens zur Anwendung kommt. Wenn gleich leere Stellen in den Regalen der Supermärkte häufiger werden und seit einiger Zeit nichts ungewöhnliches sind.

Sammler und ausländische Händler reagieren gleichermaßen verärgert

Die mehrmalige Modifizierung der Angaben auf der Webseite von Andorra Mint [1] wird am meisten kritisiert. Andorra-Mint hat erst sehr spät 'die Katze aus dem Sack' gelassen und die vorgemerkten Interessenten per E-Mail benachrichtigt, dass der Verkauf der Münzen ab 15. Januar starten wird. Trotzdem bleiben viele offene Fragen unbeantwortet. Die Information, wo man die Münzen nun konkret kaufen kann, fehlt. Da wundert es nicht, dass dies zu unzähligen vermeidbaren erneuten Anfragen per E-Mail und Telefon bei Andorra-Mint und anderen führten.

Viele Sammler aus dem Ausland sind extra angereist, um pünktlich zum offiziell angegebenen Verkaufsstart ein Exemplar des Kursmünzensatzes zu erstehen. Die am ersten Verkaufstag zur Abgabe gekommene Menge von insgesamt 600 Exemplaren des Kursmünzensatzes liegt weit unterhalb der Nachfrage. Die Situation wurde sowohl von den Inhabern der Läden als auch von den Käufern als chaotisch bezeichnet. Das Münzrecht liegt historisch beim bischöflichen Kofürsten, der Euro ist jedoch ein Projekt der Regierung, hier hat das Finanzministerium das Sagen.

Die offizielle Präsentation [2] der Regierung zur Ausgabe der im Jahr 2014 geprägten andorranischen Euros gibt ein Gesamtvolumen im Wert von 2.479.482,40 EUR an. Der Bericht spezifiziert die in den Umlauf zu bringenden Münzen wie folgt: - 'Presentació estàndard' Edition für Andorraner und Einwohner in Andorra mit 70.000 Stück (271.600,00 EUR) und - 'Presentació especial' Euro-Kursmünzensatz 2014 für Sammlerzwecke mit ebenfalls 70.000 Stück (271.600,00 EUR) - Prägungen mit Polierter Platte und Gedenkmünzen, ebenfalls für Sammler (221.640,00 EUR) sowie den - Rest im Nennwert von 1.714.642,40 EUR, der 'normal' in Umlauf gebracht werden muss.

Damit bleibt die für Sammler in Andorra bereitgestellte Menge im Nennwert von insgesamt 493.240 EUR unterhalb des in Artikel 5.2 des Währungsabkommens [3] mit der Europäischen Union festgelegten Grenzwert von 20 %.

Die Summe der Prägungen, die für Sammler bestimmt sind, wird in der Präsentation der Regierung mit 0 (Null) angegeben. Hier ist wohl gemeint, dass neben den im Inland für Sammler zum Verkauf kommenden Münzen keine weiteren vorgesehen sind. Dies kann man so interpretieren, dass keine Abgabe an ausländische Händler vorgesehen ist.

Spanische Münzsammler sind 'sauer', da sie die Münzen nicht in ihrem Land kaufen zu können [4]. Ausländische Händler stehen vor einem Dilemma, diese haben zwar Kunden und Vorbestellungen, aber keine Ware. Derzeit müssen sich die ausländischen Händler mit dem lokalen Angebotsoligopol der andorranischen Händler arrangieren oder auf den Vertrieb des andorranischen Euro-Kursmünzensatzes verzichten.

Diese Luxus-Euro-Kursmünzensätze für Sammler können nur von den drei in Andorra autorisierten Münzhändlern für 24 EUR verkauft werden und werden nur persönlich ausgehändigt, alles andere wäre ja auch viel zu viel Arbeit. Wenn jedoch jeder Münzsammler seine Euro Sammelstücke durch persönliche Vorsprache bei einem Münzhändler in Andorra abholen kommt, kann Andorra einem wirtschaftlich blühenden Frühjahr entgegensehen. Festpreise, Quotenregelung und zeitlich verzögerte Kontingentierung kommen einem Konjunkturprogramm zur Stimulierung der da nieder liegenden andorranischen Wirtschaft gleich. Nicht nur die privilegierten Münzhändler profitieren, sondern der Fremdenverkehr mit seinen fast 300 Hotels und rund 240 Restaurants verdient weit kräftig mit.

Wenn der Markt den Plan vereitelt

Die künstliche Verknappung des Angebots zeigt sofort Auswirkungen. Angeblich wurden am 25. Januar auf der 'Plaza Mayor' in Madrid Sammler-Euro-Kursmünzensätze zum Preis von 140 EUR verkauft. Eine Reise nach Andorra und der Erwerb von nur 5 Kursmünzensätzen ermöglicht 580 EUR und bei 2 Personen bereits 1160 EUR. Das ist schnell verdientes Geld oder ein kostenloser Kurzurlaub, wenn alles klappt; nicht nur für die fast 25% Arbeitslosen in Spanien. Und vielleicht erhalten Besucher ganz nebenbei und unverhofft einige andorranische Euros als Wechselgeld zurück. Denn zeitgleich werden seit dem 15. Januar von den Banken des Landes 25 % andorranisch Euros mit 75 % ausländische Euros vermischt in den Umlauf gebracht.

Aufmerksamkeit erregte am 21. Januar der Bericht in der andorranische Tageszeitung 'Diari d'Andorra' von einem deutschen Staatsbürger, der in den Bars von Escaldes die von den Münzhändlern des Landes für 24 EUR verkauften Kursmünzensätze für 30 EUR ankauft. In so einem kleinen Land 'geht das natürlich überhaupt nicht'. Ein Kommentator fragt nach einem Einschreiten der Autoritäten.

Am 29. Januar berichtet die gleiche Tageszeitung erneut über einen geschäftstüchtigen Deutschen, der bis heute über das Internetauktionshaus 'Ebay' insgesamt 732 Kursmünzensätze zu einem Preis von 128 EUR inklusive Versandkosten verkauft haben soll. Die Zeitung rechnet ihren Lesern genau vor, wie viel bei dem als Spekulanten bezeichneten Händler 'hängen bleibt', so dass auch der Letzte ohne selbst Kopfrechnen zu müssen, Einblick in die Kalkulation erhält.

Im Editorial des 'Diari d'Andorra' vom 30. Januar wird die entstandene Praxis als eine intensive Spekulation mit den andorranischen Euros beklagt. Die Zeitung spricht von Hamsterkäufen und beklagt die Spekulanten, die aus dem Ausland angereist sind und mit den aufgekauften Kursmünzensätzen Tausende von Euros 'machen'. Die regierungsnahe Tageszeitung spekuliert darüber, ob die Zentralregierung nun bald regulierend einschreiten wird oder nicht. Am liebsten würde man anscheinend den EVP auf 120 EUR anheben. Ein bedauernswertes Bild zeichnet sich da von Andorra ab.

Die zunehmende Zahl ausländischer Ankäufer treibt die Preise nach oben, denn die ausländischen Händler stehen zueinander in einem echten Wettbewerb. Die Preise für den Ankauf haben sich mittlerweile von anfangs 30 EUR nun mehr als verdoppelt. Gleichzeitig wollen immer mehr auf eigene Rechnung verkaufen. Wiederverkäufer und Sammler zahlen den an den offiziellen Verkaufsstellen anstehenden Personen jetzt bereits 70 bis 80 EUR pro Kursmünzensatz.
Als Reaktion auf die Berichte in den Medien haben die Münzhändler in Andorra die Abgabemenge auf einen Kursmünzensatz pro Person reduziert, um die kritisierte Spekulation einzudämmen.

Am 2. Februar berichtet die Tageszeitung 'Diari d'Andorra', dass bei einer Versteigerung angeblich bereits ein Erlös von 599 EUR für einen KMS erzielt wurde, gewöhnlich sind eher 150 EUR. Bei den andorranischen Münzhändlern bleiben nach einer täglichen Abgabe von 200 Sätzen 960 EUR in der Kasse, das entspricht 4,80 EUR pro KMS.

Im Umfeld der autorisierten Abgabestellen warten bereits mehrere Interessenten auf die aus den Ladengeschäften kommenden Sammler, um die Ware anzukaufen. Durch die täglichen Berichte in den inländischen Medien werden immer mehr Personen ermuntert, sich etwas steuerfrei dazu zu verdienen und an der Bedarfsdeckung mitzuwirken. So hat sich binnen kurzer Zeit bereits eine Art Zwischenhandel entwickelt, welche die Ware anschließend an die so genannten 'ausländischen Spekulanten' weiter verkaufen. Geschäftstüchtige helfen flexibel die stattlich verursachte Versorgungslücke zu schließen. Hierbei können auch die Schwächsten in der Gesellschaft und ganz ohne die sonst üblichen Genehmigung teilnehmen.

Auffallend ist, dass die Medien immer wieder Deutsche in Zusammenhang 'ausländischen Spekulanten' erwähnen. Die begehrte Ware geht durch etliche Hände, bevor diese bei einem der leidenschaftlichen Münzsammler in der Kollektion verschwindet.

Es wird befürchtet, dass die Zielvorgaben der staatlichen Führung anders als vorgetragen die Spekulation nur anheizen. Die andorranische Regierung hingegen ist der Überzeugung alles richtig gemacht zu haben und die Spekulation mit den andorranischen Euromünzen wirkungsvoll unterbunden zu haben. Die Regierung betrachtet die zur Verfügung stehenden 69.000 Euro-Kursmünzensätze für Sammler bei weitem ausreichend und hält ein massives Problem für ausgeschlossen.

Wettbewerb auf andorranische Art

Wenn offiziell keine Quote für ausländische Münzhändler vorgesehen ist, braucht man sich nicht nicht wundern, wenn der Markt sich seinen eigenen Weg sucht. Wie immer generiert jede regulierende Intervention der Zentralverwaltung in den Markt lediglich neue Verzerrungen, die an anderer Stelle negativ in Erscheinung treten. Jedenfalls ist völlig intransparent ob und wann ggf. auch im Ausland ansässige Händler von Andorra-Mint beliefert werden.

Vergessen wird, dass die Euros mit andorranischer Rückseite erst durch die Währungsvereinbarung [3] mit der Europäischen Union ermöglicht wurden. Hierzu waren langwierige Verhandlungen nötig. Nur durch die Abtretung von Teilen der Prägequoten von Spanien und Frankreich konnte das Fürstentum überhaupt andorranische Euros prägen lassen und in Umlauf bringen.
Anders als bei den andorranischen Andorra Eagle-Silbermünzen 'Diners' sind die Euro-Münzen einer Reihe von Regeln der Gemeinschaft unterworfen. Ob die Vertriebspraxis mit den Prinzipien der Europäischen Union in Einklang steht, steht auf einem anderen Blatt.

Ausblick

Die Einschätzungen zur künftigen Wertentwicklung des Kursmünzensatzes 2014 gehen weit auseinander. Andorras Münzhändler erwarten in 10 Jahren lediglich eine Verdopplung des Preises für den 24 EUR kostenden Satz. Sammler im Ausland sehen das anscheinend ganz anders; besonders wenn es den Euro einmal nicht mehr geben sollte oder Andorra den Euro aufgibt, wird erwartet, dass die Münzen zu einer echten Rarität werden. Die Währungsvereinbarung mit der Europäischen Union kann von beiden Seiten mit einer Kündigungsfrist von 1 Jahr beendet werden.

Bei Beibehaltung der nur sukzessiv erfolgenden Auslieferung ist der Handel wahrscheinlich noch bis Ende Mai dieses Jahres mit dem Verkauf der Ausgabe 2014 beschäftigt. Da in Andorra nichts wirklich sicher ist, sind Änderungen an dem beschriebenen Verfahrens zur Verteilung und Abgabe jederzeit möglich.

Die Prägungen mit Polierter Platte Proof (PP) werden voraussichtlich erst ab März 2015 in den Handel kommen. Angekündigt wurde eine Auflage von 3.000 Exemplaren des Kursmünzensatzes 2014, 5.000 Stück der 2 Euro Münze und 100.000 Stück der 2 Euro Gedenkmünze. Im zweiten Halbjahr soll die Ausgabe des Kursmünzensatzes 2015 erscheinen. Diese wird von der 'Monnaie de Paris' dem staatlichen Münzamt der Republik Frankreich geprägt. Dann kann das andorranische Spiel mit den Euro Münzsammlern in die nächste Runde gehen.

 

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Andorra-Intern 10.02.2015 17:20 h
@Peter S.
Andorra-Intern ist nicht verantwortlich für die Abgabepolitik der Regierung!
Ihre Kritik an der Abgabepolitik ist aus unserer Sicht berechtigt, nur ist Andorra-Intern nicht der richtige Adressat. Den von Ihnen beklagten Zustand hat die Regierung mit ihrer Politik der Planwirtschaft zu verantworten. Andorra-Intern ist ein nicht kommerzielles Informationsprojekt über das Fürstentum Andorra. Andorra-Intern ist keine Behörde oder öffentlich finanzierte Einrichtung, sondern eine private Initiative zur Information Gebietsfremder über Andorra.
 
Peter S. - 10.02.2015, 14:22 h
andorra 2014
hi, ich lies mich zur wmf 2014 in berlin, bei der andorra-mint registrieren. da der kms 2014 verausgabt wurde, dachte ich, einen bei ihnen kaufen zu können. zu meiner enttäuschung ist das nicht der fall. noch nicht mal eine antwort erhalte ich auf meine emails. diese ausgabepolitik von ihrer seite, ist für alle münzsammler sehr enttäuschend und wird allgemein den ruf andorras sehr schaden. ich hoffe das sie dies überdenken und eine lösung für alle münzsammler finden.
mfg
 
Frank H. - 05.02.2015, 11:45 h
Euro Andorra Ergänzung
Wir hatten schon öfters wegen Andorra Euro Kontakt. Ich habe Ihren interessanten Artikel vom 2.2. gelesen. Hier noch ein paar kleine Ergänzungen.
Ich habe folgendes gefunden:

Distribuidores autorizados euros Andorra.
Filatelia Andorrana
Filatelia Abad
La Paperassa d'Andorra
Offenbar ist der "dritte" Händler jetzt auch klar.

Andorra hat übrigens seine Teilnahme an der weltgrößten Münzmesse der World Money Fair am letzten Wochenende in Berlin abgesagt.
 
Andorra-Intern - 03.02.2015, 12:11 h
@Thomas N.

Einschätzung zum Ankauf der Edition für Einwohner in Andorra
Sicherlich gibt es auch Einwohner, die an dem oftmals als Starter Kit bezeichneten Satz der Kursmünzen für Andorraner und Einwohner in Andorra nicht sonderlich interessiert sind. In den lokalen Medien sind auch Anzeigen erschienen, die nach solchen Bürgern suchen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Preisvorstellungen aufgrund der Berichte in den Medien unverhältnismäßig hoch sind.
Bis Ende Januar haben nur etwa 10.000 Einwohner diese Münzen gekauft. Auch ist es nicht damit getan, einen Einheimischen zu finden, der nicht an den Euros interessiert ist. Sie müssten einen Bürger finden, der die Euros trotz eigenem Desinteresse gekauft und bereits erhalten hat. Das werden nur sehr wenige sein. Denn der Kauf ist an allerlei Voraussetzungen gebunden. Die Regierung möchte unbedingt aus Andorra ein 'Smart Country' machen. Ohne ein Bankkonto in Andorra und eine Kreditkarte mit 'Verified by Visa' sowie Computer mit Internet Anschluss und Drucker geht nichts. Beim persönlichen Abholen bei der Regierung muss der Pass bzw. die Aufenthaltsgenehmigung vorgelegt werden. Dabei können gleichzeitig viele Daten gesammelt bzw. abgeglichen werden. Das sind einfach zu viele künstliche Hürden, welche die Regierung von einer Abgabe des KMS zum Nominalwert abhängig macht. Das hat viele Einwohner verärgert. Für Andere ist die ganze Technik alles zuviel 'Neuland' und sie haben damit ein latentes Problem. Deshalb wird sich der Ankauf von Einheimischen mühselig gestalten. Dazu kommt, dass die Ware nicht gleich nach dem Kauf abgeholt werden kann. Wer beispielsweise am 27.1. gekauft hat, erhielt die Mitteilung, dass er die Ware erst ab dem 7.2. abholen darf. Der Erwerb des KMS für Einheimische ist noch bis Ende 2015 möglich.
 
Thomas N. - 03.02.2015, 11:43 h
Wissen Sie zufällig, ob es Bürger aus Andorra gibt, die ihr Starter Kit, also den speziellen KMS für die Bürger, nicht benötigen? Vielleicht könnte ich diesen von jemanden abkaufen - natürlich gegen einen Aufpreis, damit es sich auch für den Verkäufer aus Andorra lohnt. Herzlichen Dank für Ihre Vermittlung.
 

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News: 23.12.2014 Die ersten Euromünzen aus Andorra 2014
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Bibliothek: Währungsvereinbarung zwischen der EU und dem Fürstentum Andorra
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Version: 10.1, letzte Bearbeitung: 12. Mai 2016