Die neue Kooperationsvereinbarung zwischen Andorra und der EU wurde gestern nach zweijähriger Verhandlungsdauer abgeschlossen. Die Übereinkunft stärkt die politischen Beziehungen und ermöglicht Andorra, künftig an europäischen Förderprogrammen teilzunehmen
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Andorra
Nachrichten 2004
01.05.04 Kooperationsvereinbarung mit der EU abgeschlossen
Gestern wurden in Brüssel die Verhandlungen über die neue Kooperationsvereinbarung zwischen Andorra und der Europäischen Union abgeschlossen. Nach zwei Jahren, in denen Andorra und die EU über eine Zusammenarbeit verhandelten, stimmte Matthias Brinkmann, der Verhandlungsführer der EU, nun der Vereinbarung zu.
Die Übereinkunft stärkt die politischen Beziehungen zwischen beiden Parteien und eröffnet Andorra die Möglichkeit, an europäischen Förderprogrammen teilzunehmen. Besonders jedoch freut die Andorraner, dass durch das Abkommen die katalanische Sprache in der EU gefördert werden wird.
Der andorranische Aussenminister Juli Minoves bekräftigte, dass Andorra nicht weiter am Rande der EU verharren kann und dass diese Vereinbarung eine sehr bedeutende politische Annäherung an die EU darstellt, gleichzeitig aber auch das andorranische Spezifikum bewahrt wird.
Der Aussenminister betrachtet die Vereinbarung als eine wichtige politische Grundlage für die Beziehungen mit der EU und ist stolz darauf, dass der Pakt noch vor der EU-Osterweiterung abgeschlossen wurde.
Nach Abschluss der Gespräche wird der Text nun in alle Sprachen der EU und in die katalanische Sprache übersetzt. Nach Fertigstellung der Übersetzungen erfolgt die Formalisierung der Vereinbarung.
Auf die Möglichkeit hin, der EU als Vollmitglied beizutreten, angesprochen, zeigte sich der andorranische Aussenminister sehr vorsichtig und meinte: "Wir müssen beobachten, wie die EU sich selbst künftig weiterentwickelt. Erzwungene Sachen sind nie gut. Es ist immer gut, wenn Annäherungen progressiv ablaufen. Die Vereinbarung ist ein sehr wichtiger Schritt vorwärts."
Durch die Vereinbarung können künftig Projekte in den Bereichen der Bildung, Kultur, Denkmalpflege, Sprache, Infrastruktur, Kommunikation, Energie, Regionalpolitik, Berg- und Umweltschutz, Verkehrswesen, Gesundheit und Soziales, entwickelt werden.
Die Vereinbarung beinhaltet jedoch nicht die Problematik der Freizügigkeit im Personenverkehr. Hier bevorzugen die Andorraner bilaterale Vereinbarungen.
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Vgl. Solanelles, Toni: Minoves afirma que lacord enforteix els lligams amb la UE sense perdre identitat [CA], in: Diari d'Andorra - Dd'A, 2004, online vom 1. Mai
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