CEDI - Auskunfts- und Beratungsstelle Europaverband der Selbständigen in Andorra Steueroase Andorra

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Andorras Kofürst Hollande empfiehlt Andorra den EU-Beitritt

EU-Beitritt ist eine logische Konsequenz der geographischen Lage Andorras

Nicolas Sarkozy hatte es 2010 als damaliger französischer Präsident und Ko-Prinz von Andorra bei seinem damaligen Besuch angesagt und dann auch eingeleitet. Er sagte den unerwünschten Steueroasen den Krieg an und klammerte auch „sein“ Andorra nicht aus. Andorras „Schutzherren“ sind die Ko-Prinzen, die von Frankreich und dem Vatikan gewählt werden. Nicht von den Andorra-Einwohnern und nicht vom Parlament in Andorra. EU und OECD machten es auf die sanfte Tour: Erpressen durch das Verlangen zur Einführung von Einkommensteuern, es sollen Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen werden und überdies müsste der Bergstaat die volle Transparenz in allen Finanz- und Bankgeschäften schaffen.

Vor zwei Wochen hat nunmehr der neue Ko-Prinz François Hollande Andorra besucht. Er blieb gleich zwei Tage, um sich die Zustimmung der Einheimischen zu sichern. Wir haben den Besuch von Hollande live in Andorra erlebt. Es ist in der Tat so, dass der derzeitige „Cap de Govern“ Antoni Martí – in vorauseilendem Gehorsam – alles tut, was die grosse Politik des Auslands fordert: Ende des Bankgeheimnisses, Einführung von vorerst bescheidenen Umsatz- und Einkommenssteuern, Abschaffung der früher üblichen Inhaberaktien, Öffnung des Landes vor allem für ausländische Investoren, Transparenz und schliesslich den Automatischen Auskunftsverkehr. Zur „Belohnung“ darf Andorra in diesem Jahr erstmalig eigene Euro-Münzen prägen lassen. Wer sich über die schnelle Wende zu beschweren versuchte, erhielt die schlichte Antwort: „Wer das nicht will, kann ja Andorra verlassen“.

In seiner in französischer Sprache gehaltenen Rede im historischen „Haus der Täler“ vor den versammelten Parlamentariern nutzte Hollande die Schlagworte „neue Reformen, Bewahrung der Originalität und die Überwachung des Finanzsystems“. Die Logik der „geographischen Lage“ (!) führe zwingend zu einem EU-Beitritt. Dabei fiel auch das Wort „Demokratie“. Ob der andorranische Wähler abstimmen darf, ob und wie sich Andorra der EU anschliesst, steht vorerst noch in den Sternen. Ko-Prinz François Hollande – er besitzt kraft seines Amtes auch einen andorranischen Pass – sonnte sich im warmen Applaus, als er erklärte, er sei nicht der „Protector“ der alten Zeit, sondern ein Freund. Und in seiner Rede auf dem „Platz des Volkes“ münzte er die seinerzeit revolutionären Parolen Egalité, Fraternité, Liberté (Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit) prompt opportunistisch um zu „Tradition, Démocratie und Modernité“ alles mit dem Ziel: „Mein Rat an Euch alle: Assoziieren Sie sich mit der EU!“ Die Schweiz, Liechtenstein, Monaco und San Marino sind gut beraten, diese „moderne“ Entwicklung zu verfolgen. Die Bewohner von Andorra haben in ihrer tausendjährigen Geschichte der Freiheit schon viele Krisen heil überstanden. Die augenblickliche scheint die grösste der Geschichte zu werden – oder eine Chance für Wenige.


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Version: 10.1, letzte Bearbeitung: 6. Mai 2016