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 . . . "Korruption ist die tägliche Gesetzesänderung." - Lothar Schmidt

Andorra Nachrichten 2004

22.11.04 Andorra ist nicht auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2004

Transparency International (TI) setzt sich für die Implementierung multilateraler Abkommen gegen Korruption in nationales Recht ein und überwacht deren Einhaltung seitens der betreffenden Regierungen, Unternehmen und Banken. TI erarbeitet jedes Jahr den Corruption Perceptions Index (CPI), eine Liste der Länder, in denen die öffentliche Hand besonders durch Bestechung geschädigt wird.

Der Politikwissenschaftler und Geschäftsführungsmitglied von TI in Spanien, Manuel Villoria, erklärte hierzu, dass man Andorra nicht in die Liste aufgenommen habe, weil es derzeit über Andorra nicht das Minimum an verlässlichen Daten gibt. Im Index sind nur diejenigen Länder aufgeführt, die in mindestens drei Erhebungen vorkommen. Deshalb fehlen eine Reihe von Ländern im Index - von denen einige wahrscheinlich zu den korruptesten gehören dürften - weil für sie keine 3 Umfragen verfügbar waren. In Andorra wurden zwar drei dieser Umfragen durchgeführt, jedoch wurde eine davon als nicht vertrauenswürdig eingestuft, und so wurde Andorra nicht auf die Liste gesetzt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.

Der Corruption Perceptions Index ist eine Zusammenfassung von Umfragen, die die Wahrnehmungen von Geschäftsleuten und Länderanalysten wiedergibt, die z.T in den genannten Ländern, z.T. außerhalb ansässig sind. Der diesjährige Corruption Perceptions Index basiert auf 18 Erhebungen von 12 unabhängigen Organisationen, wie z.B. die Londoner manchesterliberale Wochenzeitschrift The Economist, das neoliberal ausgerichtete Weltwirtschaftsforum oder WEF (World Economic Forum) genannt, das Markt- und Meinungsforschungs-Institut Gallup International, die Weltbank oder die New Yorker Menschenrechtsorganisation Freedom House Instituts, die Transparency International zwischen 2002 und 2004 zur Verfügung gestellt wurden. Beispielsweise wurden in Spanien elf Umfragen durchgeführt, die Spanien auf Platz 24 einreihten. Frankreich landete auf Platz 23 nach 10 durchgeführten Umfragen. Die nordischen Länder führen die Liste an, so ist Finnland das Land mit der geringsten wahrnehmbaren Korruption.

TI ist es wichtig, dass staatliche Stellen nicht verhindern können, dass gewisse Informationen über Staaten publiziert werden. Das Kriterium, um auf dem Korruptionswahrnehmungsindex zu landen, ist die Höhe der gezahlten Bestechungsgelder. Vetternwirtschaft wird jedoch nicht berücksichtigt. Um die Höhe von Schmiergeldern zu erfahren, werden Unternehmer direkt befragt oder man nutzt Daten von Informanten in Schlüsselstellungen, um herauszubekommen, ob und wieviel an Politiker gezahlt werden muss, um öffentliche Aufträge zu erhalten oder was sonst noch zu machen ist, um auf illegale Art und Weise an die Gunst der öffentlichen Verwaltung zu kommen.

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Vgl. Sánchez, F.J.: Andorra no surt en l’índex de països amb corrupció per la manca de dades fiables [CA], in: Diari d'Andorra - Dd'A, 2004, online vom 22. November

und eigene Recherchen

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Externe Links

URL: http://www.transparency.de
URL: http://www.economist.com
URL: http://www.weforum.org
URL: http://www.gallup-international.com
URL: http://www.worldbank.org
URL: http://freedomhouse.org
URL: http://de.wikipedia.org

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Jahresbericht 2004
des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF)

Die Zahl der neuen Ermittlungen stieg auf 637, das sind 9% mehr als im Vorjahr. Italien steht an erster Stelle mit 115 Fällen, gefolgt von Deutschland mit 105 Fällen. In Frankreich wurden 56 Ermittlungen eröffnet. Andorra findet keine Erwähnung. PDF-Datei

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