Bei der Parlamentswahl am 4. März, bei der nur rund 20 % der Bevölkerung wahlberechtigt war, hat die Partit Liberal d'Andorra mit 15 Abgeordneten die absolute Mehrheit errungen
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Andorra Nachrichten 2001
04.03.01
Parlamentswahl: Forné bleibt
Bei der Parlamentswahl am 4. März, bei der nur rund 20 % der Bevölkerung
wahlberechtigt war, hat die Partit Liberal d'Andorra (PLA) mit 15 Abgeordneten
die absolute Mehrheit errungen. Die Partit Socialdemòcrata (PS)
erreichte 6, die Partit Demòcrata (PD) 5 und die Unió
Laurediana, die der PLA nahesteht, 2 Sitze.
Mehr als 10 % der insgesamt 13.353 Wähler hatten es vorgezogen,
ihre Stimme bei der 'Batllia' (vergleichbar mit der Briefwahl) abzugeben,
anstatt am Wahltag im Wahllokal zu erscheinen. Viele Wähler möchten
in der Nähe des Wahllokals nicht mit den Kandidaten, die sich dort
am Wahltag gerne und lange aufhalten, zusammentreffen.
Trotz dem strömenden Regen, der den Wahltag begleitete, sind die
Wähler dennoch zahlreich erschienen. Die Wahlbeteiligung lag bei
81,6 %. Nach der Stimmabgabe bot jede Gemeinde den Wählern ein
ausuferndes Büfet an.
In den nächsten vier Jahren will Forné Andorra jeden Tag
ein wenig mehr fortschrittlich machen. Direkte Steuern auf Einkommen,
Gesellschaften oder Erbschaften bleiben weiterhin ein Tabu. Und das
seit Jahrzehnten diskutierte Casino soll nun endlich Realität werden.
Die von der EU angestrebte Zinsbesteuerung will die neue Regierung,
wenn überhaupt, nur einführen, wenn alle anderen betroffenen
Länder diese bereits akzeptiert hätten.
Wenige Minuten vor seiner Stimmabgabe meinte Òscar Ribas, der
frühere Regierungschef, noch, falls die PLA wieder die absolute
Mehrheit gewinnen würde: "Dann machen wir das Licht aus und
gehen."
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Eigene
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