CEDI - Auskunfts- und Beratungsstelle Europaverband der Selbständigen in Andorra Steueroase Andorra

 . . . "Das zuverlässigste Anzeichen von Hilflosigkeit ist die Zensur."

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Immer mehr Webseiten blocken Surfer aus Andorra

Angeblich sind alle in Andorra Spamversender

Immer mehr Betreiber von Websiten und Foren nutzen zur Erhöhung der Serversicherheit und Spam-Prävention Block- und Filterlisten mit der Konsequenz, dass Besucher aus Ländern wie Andorra ausgeschlossen werden. Nicht nachvollziehbar ist, warum Teilnehmer aus Andorra pauschal ausgeschlossen werden.

Webmaster mit Geoblocking gegen die Globalisierung

Die bereits von der EU-Kommission kritisierte Technik nennt sich Geoblocking. Technik-begeisterte Webmaster nutzen arglos Software und Blocklisten, die zu einer Zensur führt und sperren ganze Länder wie Andorra von der Teilnahme aus, denn, was technisch machbar ist, muss auch gemacht werden, ohne Rücksicht auf Kollateralschäden, obwohl die Technik bereits von vielen Organisationen und Verbänden, Politikern und Parlamenten als diskriminierend geächtet wird [1]. Geoblocking steht nicht nur dem grenzenlosen Surfvergnügen entgegen, sondern verhindert die freie Meinungsäußerung.

Jüngstes Beispiel: Das OpenSense Forum [2] unterbindet die Meinungsäußerung von Teilnehmern aus Ländern wie Andorra pauschal. Die Anmeldung scheitert.

No Geoblocking

[Abbildung: Sticker Aktion No Geoblocking von MEP Julia Reda]

Von der Spambekämpfung zur Etablierung einer Zensurinfrastruktur

Das Reizwort Spam ist ideal geeignet, eine breite Akzeptanz für die Nutzung von Filtertechnik herbeizuführen. Die Zahl der Implementierungen der meist kostenlos dynamisch bereitgestellten IP Block- und Sperrlisten auf Webservern nimmt rasant zu.

Die Generalisierung des ursprünglich an einen konkret eingegrenzten Sachverhalt gebundenen Begriffs wie 'Spam' zur Blockierung von unerwünschter per E-Mail versandter Werbung auf andere Bereiche, führt zu einer ungerechtfertigten Diskriminierung und Ausgrenzung Unbeteiligter.

Die überwiegende Zahl derartiger Block- und Sperrlisten weist nur eine geringe Transparenz über das Zustandekommen auf. Der konkrete Inhalt dieser Listen ist meist nur unscharf definiert.

Blocklisten sind deshalb ein zweischneidiges Schwert. Die bereits heute vorhandene Infrastruktur kann jederzeit von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt zur Zensur verwendet werden.

Logo Tor Software

[Abbildung: Logo Tor Software der The Tor Project, Inc]

Hartnäckige Interessenten am Inhalt einer Webseite oder der Teilnahme an einem Forum könnten in dieser Situation auf die Idee kommen, das Tor-Netzwerk [3] zur Überwindung des Ausgrenzung zu nutzen. Fehlanzeige: Geoblocking alleine ist noch nicht genug, das OpenSense Forum geht noch einen Schritt weiter und blockt ebenso alle Tor-Exit-Knoten.

Ausgrenzung von Nutzern des Tor-Netzwerks führt zum Ende der Netzanonymität

Auch die Nutzung des sogenannten Tor-Netzwerks zur Umgehung von Maßnahmen wie Geo-Blocking führt nicht zum Erfolg, da die Betreiber gleichzeitig alle IP Adressen der Tor-Exit-Knoten-Betreiber blockieren.

Die vermeintlichen Spezialisten für Computersicherheit schießen hier weit über das sinnvolle Ziel hinaus und werden durch den unreflektierten Einsatz des technisch Machbaren zu den Wegbereitern eines zensierten und de-anonymisierten Internets. Das OpenSense Forum ist kein Einzelfall. Ähnlich dämliche Website-Betreiber gibt es mittlerweile zuhauf. Nur im vorliegenden Fall hätte man erwarten können, dass die Betreiber einer Website über das sensible Thema einer Open Source Firewall Software etwas weiter denken. Zu einer Nutzer orientierten Sicherheit gehört eben auch die Möglichkeit der Wahrung und Aufrechterhaltung der Anonymität. Gerade im Zeitalter der totalen Vollüberwachung des Internets durch Geheimdienste bedarf es eines verantwortungsvollen Umgangs mit jeglicher Technik, insbesondere solcher, die dem Menschenrecht zugrundeliegenden Recht auf Privatsphäre konträr gegenübersteht.

Bei derart obstinaten Webseiten hilft in der Praxis auch kein E-Mail an den Website Administrator, denn auch dafür hält die Technik eine Lösung bereit: den Spamfilter.

 

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Version: 10.2, letzte Bearbeitung: 6. Juni 2017